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Land Baden-Württemberg prämiert efeuCampus als europäisches Leuchtturmprojekt


Obere Reihe von links: Prof. Dr. Peter Neugebauer, Prof. Dr. Markus Stöckner (beide Hochschule Karlsruhe), Maximilian Hochstein (Karlsruher Institut für Technologie), Dr. Frank Schönung (SEW-Eurodrive), Doninik Colling (KIT), Josef Schmidt (SEW), Minister Alexander Bonde, Stefan Huber (Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal), Angelo Castellano (Landratsamt Karlsruhe).
Untere Reihe von links: Dr. Volkmar Baumgärtner (Regionalverband Mittl. Oberrhein), Johann Soder (SEW), Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, Dr. Karl-Heinz Meisel (FH Karlsruhe), Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Minister Nils Schmid, Ministerin Theresia Bauer, Jochen Ehlgötz (TRK), Daniela Bechtold-Schwabe (b.i.g.-Gruppe)
 

Die Einrichtung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums für nachhaltige urbane Logistik in der Wirtschaftsregion Bruchsal ist in greifbare Nähe gerückt. Ein entsprechender Förderantrag der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH (WFG) nahm am heutigen Freitag, 23. Januar 2015, eine entscheidende Hürde. Das Land Baden-Württemberg prämierte landesweit 21 innovative und nachhaltige Leuchtturmprojekte als Sieger des so genannten RegioWIN-Wettbewerbs. Dr. Nils Schmid, Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident, Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, übergaben im Haus der Wirtschaft in Stuttgart die Prämierungsurkunden. Die Sieger waren in der zweiten Wettbewerbsrunde von einer unabhängigen Fachjury aus 61 landesweit eingegangenen Bewerbungen ausgewählt worden. Zu ihnen zählt auch das Projekt efeuCampus, das die WFG eingereicht hatte. Mit dieser Prämierung können nun bis zu 7 Millionen Euro Fördermittel des Landes und der Europäischen Union exklusiv für Bruchsal und die Region beantragt werden.

Der Projektname efeuCampus steht für "eco-friendly experimental urban logistics campus" (Campus für umweltfreundliche, experimentelle urbane Logistik). Das Leuchtturmprojekt sieht die Einrichtung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums am Campus Bruchsal vor. Dort sollen ab 2016 zukunftsweisende Systeme der Ver- und Entsorgung entwickelt und erprobt werden. In einem europaweit einmaligen Referenzquartier sollen sich Güter aller Art dank neuartiger Fahrzeuge emissionsfrei, generationengerecht und fahrerlos von A nach B bewegen.

Zur Lösung der technischen und organisatiorischen Herausforderungen haben sich führende Akteure der Region zu einem Kompetenznetzwerk zusammengeschlossen. 14 Institutionen aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft haben gegenüber dem Land eine Absichtserklärung für efeuCampus abgegeben, darunter die Stadt Bruchsal, SEW-EURODRIVE, PTV, b.i.g., Energie- und Wasserversorgung Bruchsal, Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft, das KIT sowie Forschungszentrum Informatik.

Am Campus, dem Areal der ehemaligen Dragonerkaserne in Bruchsal, forschen bereits heute SEW-EURODRIVE und die Hochschule Karlsruhe im Bereich der Elektromobilität. "Mit efeuCampus wollen wir die zweite Phase der öffentlich-privaten Verbundforschung in Bruchsal starten", so Johann Soder, Geschäftsführer Technik der SEW-EURODRIVE. "Die Projektpartner bündeln ihre Kompetenzen, um hier marktreife Lösungen für die Gütermobilität von morgen zu entwickeln. Was in einer modernen Fabrik bereits heute Standard ist, wollen wir mit efeuCampus erstmalig in den öffentlichen Raum übertragen", so Soder.

"Durch den Versandhandel und die Globalisierung steigt das Gütertransportaufkommen weltweit. Viele Städte kämpfen gegen Verkehrskollaps und Feinstaub", so die Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal, Cornelia Petzold-Schick, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der WFG ist. "Das Land anerkennt mit der Prämierung, dass wir mit efeuCampus eine zentrale gesellschaftliche Fragestellung unserer Zeit angehen, nämlich wie Waren sicher und umweltfreundlich zu den Menschen kommen."

Um den Aufbau einer spezialisierten Bildungsakademie will sich die Hochschule Karlsruhe kümmern. "Am efeuCampus entsteht neues Wissen, das wir als Projektpartner aufbereiten und an externe Zielgruppen vermitteln wollen", so Professor Dr. Markus Stöckner, Prorektor der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft. "Passgenaue Bildungsangebote werden zur Bewusstseinsbildung und Akzeptanz für die Herausforderungen nachhaltiger Quartierslogistik beitragen. Als Zielgruppen nehmen wir insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, Fachkräfte und Bürger in den Blick." Diese erhalten so einen unmittelbaren Zugang zur künftigen Forschungsinfrastruktur am efeuCampus.

Das Gesamtprojekt wird von der WFG koordiniert. Für die Teilnahme am RegioWIN-Wettbewerb der Landesregierung hatte sich die WFG mit der TechnologieRegion Karlsruhe GbR (TRK) zusammengeschlossen. efeuCampus ist integraler Bestandteil des Regionalen Entwicklungskonzepts, das die TRK unter dem Titel "Smart Movement - Bewegung in der und für die Region" erstellt und beim Land eingereicht hatte.


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