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Beruf des Landschaftsgärtners ausprobiert

JugendTechnikSchule vermittelt ein wirklichkeitsnahes Berufsbild

Bruchsal (art). Es war ein sehr heißer Tag, als sechs Schüler und eine Schülerin der Konrad-Adenauer-Schule in Bruchsal im städtischen Baubetriebshof Bruchsal an einem Kurs der JugendTechnikSchule teilnahmen, um den Beruf des Landschaftsgärtners kennen zu lernen.


Umgang mit technischem Gerät - auch das konnten die Schüler bei der Jugend-Technik-Schule ausprobieren. Hier Olcay Gedik (vorne) mit Thomas Wittmer vom Baubetriebshof

Unter der Anleitung von Hans-Peter Nagel, Sachgebietsleiter Grün- und Sportanlagen sowie Landschaftspflege, hatten sie drei Stationen zu absolvieren: Herstellen eines Pflanzenbeetes mit Rasenfläche, Platten legen für eine Treppenstufe und Vermessen einer Fläche. Zu zweit und zu dritt machten sich Dustin, Taif und Sven, Olcay, Denis, Okan und Angelina an die gestellten Aufgaben. Am beliebtesten war das Plattenlegen im kühlen Sand und im Schatten einer großen Halle. An jeder Station stand ihnen ein Auszubildender oder ein Mitarbeiter des Baubetriebshofes zur Seite, um sie in die Aufgabe einzuweisen und ihnen bei der Durchführung zu helfen. So konnten die Jugendlichen wichtige Aufgaben eines Landschaftsgärtners kennen lernen und sich selbst dabei ausprobieren.


Auch wenn man sich tief bücken musste, war Plattenlegen im Schatten die beliebteste Station. Hier: Denis und Taif (v.l.) mit dem Auszubildenden Kevin vom Baubetriebshof (im dritten Lehrjahr)


Die Reaktionen reichten von Sven, der schon mit seinem grünen Landschaftsgärtner-T-Shirt diesen Beruf als sein Ziel angab bis zu Angelina, die nach diesem Tag sagte: "Landschaftsgärtner ist nichts für mich." Das sei der Sinn der JugendTechnikSchule, sagte Uli Volz von der Musik- und Kunstschule Bruchsal (MuKs), dass Jugendliche Berufsfelder ganz konkret erleben und dann einschätzen können, welchen Beruf sie erlernen möchten und welchen eben nicht. Zusammen mit Nicole Burg von der Regionalen Wirtschaftsförderung (WFG)begleitete er als pädagogischer Kursleiter diesen Tag. Mit der JugendTechnikSchule sollen Schülerinnen und Schüler ihre - manchmal im Schulalltag verborgenen - Talente entdecken.


Sie erhalten konkrete Tipps für ihre berufliche Orientierung und erleben hautnah die Berufswelt von Technik und Handwerk. Den Schülern begegnen in diesem Projekt erfahrene Praktiker und junge Auszubildende. Dabei lernen die Teilnehmer das soziale Gefüge eines Betriebes kennen und können gleichzeitig mit Auszubildenden auf Augenhöhe reden. Hans-Peter Nagel bescheinigte den Schülern bei der Zertifikatsübergabe Ausdauer, Interesse und Engagement. "Das sind wichtige Eigenschaften, um eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen", sagte er. Auch für den Baubetriebshof sei ein solcher Tag wichtig. "Er hilft uns, interessierte und geeignete junge Leute für die Ausbildung zu gewinnen."

Haben gemeinsam den Tag im Baubetriebshof Bruchsal bei großer Hitze bewältigt: Hans-Peter Nagel, Uli Volz, Nicole Burg, Thomas Wittmer (halb verdeckt), Taif Nebija, Angelina Andrijevic, Sven Bödker, Olcay Gedik, Okan Özogul, Denis Matasovic, Dustin Baumgärtner und die beiden Auszubildenden Kevin und Stefan


Die WFG plant die Kurse der JugendTechnikSchule in Zusammenarbeit mit der MuKs Bruchsal, die sie mit erfahrenen pädagogischen Kräften leitet. Die Kurse sind in Kooperation mit den Schulen der Region ein Zusatzangebot zum normalen Berufsorientierungsunterricht. Sie finden üblicherweise in Firmen statt, um ein authentisches Berufsbild vermitteln zu können.



Die Stiftung der Volksbank Bruchsal-Bretten unterstützt ebenso wie die Agentur für Arbeit dieses Projekt. Mitmachen können alle Schulen und Firmen im WFG-Einzugsgebiet. Die Kurse sind für die Schüler kostenfrei. Für weitere Informationen können sich Interessierte an die Projektleitung wenden „JugendTechnikSchule Wirtschaftsregion Bruchsal“, Nicole Burg. E-Mail: nicole.burg@wfg-bruchsal.de.


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