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Gründer-Gene geweckt: Schülerinnen und Schüler entwickeln und pitchen ihre Geschäftsideen

Neues Denken auf dem Weg in die Zukunft: Schüler suchten und fanden kreative Lösungen für Alltagsprobleme

Lösungen für die Probleme des (Schüler-)Alltags

Was tun, wenn man etwas verlegt hat und nicht findet? Die App "Easy Find Things" hilft. Infos und Termine mit Lehrern und Mitschülern auf kurzem Weg austauschen und immer auf dem Laufenden sein. "Scholl-it", die App macht´s möglich. sich weltweit gut verständigen zu können, ohne mehrere Sprachen zu lernen. Der "Live-Dolmetscher" schafft´s. „Was ziehe ich heute an, um 'in' zu sein?“ Der „Style-o-mat“ sagt dir's. Solche und andere Lösungen für alltägliche Probleme suchten und fanden 50 Schülerinnen und Schüler beim Projekt „Designathon“ in der Handelslehranstalt Bruchsal (HLA). Der Digital Hub Region Bruchsal e. V. hatte zusammen mit „Next Entrepreneurs“ und der HLA dieses Projekt initiiert, um jungen Menschen Mut zu machen zu neuen Ideen.

Designathon, ist ein Kunstwort, entstanden aus Design und Mara-thon. Design bedeutet, eine Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Marathon weist darauf hin, dass dazu oft ein langer Atem gehört. Zwei Schultage lang hatten die Schülerinnen und Schüler in Teams Zeit, Geschäftsideen zu entwickeln und zu präsentieren. Zunächst galt es (Alltags-)Probleme zu entdecken und sie zu analysieren.

Inspiriert wurden die Schülerteams von Holger Bachert, Geschäftsführer der ComTel Systemhaus GmbH. Als Mann aus der Praxis beschrieb er in seinem Impulsbeitrag, wie er auf die Idee kam, ein Unternehmen in Waghäusel aufzubauen und auf was es dabei ankam.


Die Schülerinnen und Schüler wurden ermutigt, unkonventionelle Wege zu gehen, Neues auszuprobieren und Ideen zu entwickeln. „Es geht darum, schöpferisch und phantasievoll tätig zu sein“, sagte Roger Zimmerman von der Next Entrepreneurs Organisation. „Man muss das Problem lieben, nicht die Lösung. Dann ist man auf dem richtigen Weg.“ Fehler und Irrtümer seien erlaubt, wenn man Neues schaffen wolle.

Rund 60 Schülerinnen und Schüler machten sich mit Feuereifer ans Werk. Sie mussten sich Fragen stellen wie: Handelt es sich wirklich um ein Problem? Wer hat dieses Problem? Wie kann man es lösen? Sie recherchierten im Internet, welche Lösungen es möglicherweise schon gab. Wer könnte ein Partner sein, bei der Neuentwicklung? Wem hilft das neue Produkt? Wie erreicht man die Zielgruppe? Wie kann man die Lösung vermarkten? All das stellten die Teams am Ende dann sehr gekonnt in einem „Pitch“ vor – einer Drei-Minuten-Präsentation vor Publikum und Jury.


Die Lehrer waren „total beeindruckt“

Gerold Greil, Schulleiter der HLA, erlebte seine Schülerinnen und Schüler an beiden Tagen motiviert bis in die Haarspitzen. „Mit dem Projekt haben sie geübt, im Team zu arbeiten und eine Lösung schlüssig zu präsentieren“, sagte er. „Sie haben neue Fähigkeiten bei sich entdeckt.“ Der Designathon war für ihn ein Mutmachprojekt, um neue Wege zu gehen. „Wir wollen nicht alle zu selbständigen Unternehmern machen mit Start-ups“, sagte Carina Baumgärtner, die für die HLA das Projekt initiiert und betreut hat. „Aber wir wollen ein neue Denke vermitteln, die hilft, sich in der Zukunft besser zurecht zu finden. Ich war total beeindruckt: Die Schüler haben sich in den beiden Tagen toll entwickelt und sind vom Fragezeichen zum Ausrufezeichen gelangt“, so Baumgärtner.

Eine Jury hat am Schluss die Ergebnisse besprochen, die Ideen bewertet und den Schülerinnen und Schülern Anstöße zur Verbesserung und Umsetzung ihrer Vorschläge gegeben. „Wir sehen es als Aufgabe des neuen Digital Hubs in Bruchsal an, schon bei Schülern das Gründer-Gen zu wecken“, sagte Felix Hackbarth, Vorstand des Digital Hub Region Bruchsal.


Weitere Designathons sind bereits in Planung

Daher war der Designathon an der HLA erst der Auftakt. Die nächsten Intensiv-Workshops an Schulen in der Region Bruchsal sind bereits in Planung. Die Finalisten werden dann im Frühjahr 2018 im neuen Digital Hub im TRIWO Technopark Bruchsal dann ein ganzes Wochenende lang mit Experten-Moderatoren an ihren Ideen weiterarbeiten.



Das Team Style-o-mat kam am Ende auf den ersten Platz.
Vorne, von links nach rechts: Emma Zimmermann, Lara Marie Los, Johanna Willy und Vinzent von Bethen vom siegreichen Schülerteam „Style-o-mat“; Carina Baumgärtner von der HLA
Hinten, von links nach rechts: Andre Tiede und Stefan Huber vom Digital Hub Region Bruchsal; Steffen Lengle von der HLA; Michael Aechtler, Roger Zimmerman und Jan Brinker von der Next Entrepreneurs Organisation
Quelle: Digital Hub Region Bruchsal



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