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Schmidt & Heinzmann GmbH & Co. KG, Bruchsal

Landrat besucht mit Wolfgang Kempermann, Geschäftsführer Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH Weltmarktführer Schmidt & Heinzmann
Die meisten faserverstärkten Kunststoffe werden auf Bruchsaler Maschinen hergestellt. Von Stromverteilerkästen und Sportgeräten über Automobile und Windräder bis hin zu Luxusyachten und Flugzeugen: In zahlreichen Produkten kommen fasterverstärkte Kunststoffe, sogenannte Composites, zum Einsatz. Die Wahrscheinlichkeit, dass die dafür notwendigen Maschinen von Schmidt & Heinzmann produziert wurden, ist hoch, da sich das Bruchsaler Unternehmen in den über 60 Jahren seines Bestehens zum Global Player in diesem Gebiet aufgeschwungen hat und heute Firmen auf allen fünf Kontinenten zu ihrem Kundenkreis zählt. Ein bedeutendes Halbzeug im Bereich der Composite-Materialien stellt SMC (sheet moulding compound) dar. Hier ist das Unternehmen unangefochtener Technologie- und Weltmarktführer. Grund genug für Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, im Beisein von Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und Wolfgang Kempermann, Geschäftsführer Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH sich selbst ein Bild zu machen. "Der Markt für SMC wächst", informierte GF Rainer Landwehr. Neben den spezifischen Eigenschaften für fast jeden Einsatzzweck von extremer Belastungsfähigkeit bis hin zur Temperaturresistenz spiele zunehmend der Aspekt des Leichtbbaus die dominierende Rolle. Im Fahrzeugbau werden z.B. immer mehr Karosserieteile aus Verbundwekstoffen anstatt aus Metall hergestellt. Auch im Bereich der Baustoff- und Druckindustrie kommt SMC zum Einsatz, wobei die Einsatzgebiete noch längst nicht ausgereizt sind. Mit den Bruchsaler Maschinen werden die Fasern geschnitten und mit dem jeweils passenden Kunstharz getränkt. Danach kann die Verarbeitung zum Endprodukt - z.B. zu einem Kofferraumdeck für ein Automobil - erfolgen. Zu Gute kommt dem nach der Qualitätsmanagementnorm DIN ISO 9001 zertifizierten Unternehmen, dass dem Kunden nicht nur eine Maschine, sondern umfassendes Know-how über Fasern und Kunstharze geliefert wird. Seine Innovationsfähigkeit stellt das Unternehmen durch zahlreiche Forschungsprojekte unter Beweis und so stehe man hier "aktuell mit der Entwicklung des LEAN-SMC vor der Revolution in der Kunststoffindustrie". Dies werde von den Kunden honoriert, weshalb die Wirtschaftskrise dem Unternehmen zwar zu schaffen gemacht hat, es unter Zuhilfenahme von Arbeitsmarktinstrumenten wie der Kurzarbeit aber gelungen ist, ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen. Nun sind die Auftragsbücher wieder voll und aktuell stehen acht Stellen offen; Schlosser, Werkzeugmacher und ein Konstrukteur könnten sofort anfangen - wenn denn qualifizierte Kräfte gefunden werden könnten. "Der Arbeitsmarkt ist leergefegt", berichtete der Geschäftsführer, weshalb man bereits verstärkt auf ältere Arbeitnehmer und Fachkräfte aus anderen europäischen Ländern gesetzt habe. Großer Wert wird deshalb auch auf den eigenen Nachwuchs gelegt. Sieben junge Menschen befinden sich aktuell in Ausbildung, was bei 64 Mitarbeitern einen Anteil von über 10 % ausmacht, der auch während der Krise nicht verringert wurde.


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