• LEADER-Förderprojekt „InnovationsPartnerschaften“ offiziell gestartet
  • innoWerft und HubWerk01 bieten Firmen neuartigen Zugang zu Start-ups, um Zukunftsaufgaben anzupacken
  • Firmen können sich bis 30. September 2021 unter innopartner-kraichgau.de bewerben
  • Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Union, der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal und dem Rhein-Neckar-Kreis

Bruchsal, 22.07.2021

 

Der Startschuss ist gefallen: Ab jetzt sind mittelständische Unternehmen aus dem Kraichgau dazu aufgerufen, sich für den Wettbewerb „InnovationsPartnerschaften“ zu bewerben. Das mit LEADER-Mitteln geförderte Gemeinschaftsprojekt des Rhein-Neckar-Kreises und der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal (WFG Bruchsal) soll Firmen helfen, leichter mit Start-ups zu kooperieren und so ihre Innovationskraft zu stärken.

Diese neue Innovationsförderung richtet sich ausschließlich an kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz im Kraichgau oder seinen Randgebieten. Diese können sich ab sofort bis zum 30. September 2021 unter www.innopartner-kraichgau.de bewerben. Der administrative Aufwand der Teilnahme ist gering.

Für Rückfragen steht Ihnen das Team unter 06227 8993435 oder per Mail an bewerbung@innopartner-kraichgau.de zur Verfügung.

Aus allen Bewerbungen wählt eine unabhängige Jury insgesamt zehn Unternehmen aus, die dann in drei Projektphasen engmaschig von Experten des SAP-Gründerzentrums innoWerft und des Digitalisierungszentrums HubWerk01 unterstützt werden. Sie analysieren zunächst die zentralen Innovationspotenziale der einzelnen Unternehmen. Anschließend suchen innoWerft und HubWerk01 in einem ausgeklügelten Matching-Prozess nach passenden Start-ups für eine Kooperation. Nach erfolgreicher Auswahl des Wunsch-Start-ups startet ein Vorprojekt, um die Zusammenarbeit zu erproben und die gemeinsamen Projektziele zu bestimmen. Im Anschluss daran entscheiden beide Parteien, ob und in welcher Form sie miteinander weiterarbeiten möchten.

„Viele Unternehmen des hiesigen industriellen Mittelstands sind in ihren angestammten Bereichen Marktführer, tun sich aber teilweise schwer damit, neue Technologien zu nutzen und passende Geschäftsmodelle für digitale Märkte zu entwickeln. Hier werden wir ansetzen“, so Danyel Atalay, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises. Ausgewählte Unternehmen sollen im Rahmen des Projekts gezielt mit Start-ups zusammengebracht werden, um gemeinsam Synergien zu entwickeln, unternehmensspezifische Probleme zu lösen, Innovationen zu schaffen und gegenseitig voneinander zu profitieren. „Hochtechnologisierte Gründerinnen und Gründer aus den Ballungszentren rund um die Hochschulen sind meist jung und kreativ. Ihnen fehlen jedoch oft noch die Prozesse und die Marktposition, um ihre Innovationen gewinnbringend einzusetzen – Strukturen, die ihnen die etablierten Unternehmen bieten könnten“, zeigt sich Atalay überzeugt, dass die Partnerschaften für beide Seiten gewinnbringend sein werden.

„Was man zusammen machen will und wie man es so macht, dass am Ende für beide Partner etwas Gutes und Profitables herauskommt, das muss man zusammen erarbeiten. Damit das funktioniert, bringen wir von der innoWerft in das Projekt unseren Werkzeugkasten, unser Prozess- und Methoden-Know-how ein“, erläutert Peter Gräser, Start-up-Coach und Verantwortlicher für die Zusammenarbeit mit Unternehmen bei der innoWerft in Walldorf.

Die im Rahmen des Projekts entstehenden InnovationsPartnerschaften werden ganzheitlich unterstützt und eng begleitet. Aus den hierdurch gewonnenen Erkenntnissen und Erfahrungen sollen konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. „Auf diese Weise wollen wir ein Modell entwickeln, um Kooperationen zwischen etabliertem Mittelstand und technologiegetriebenen Start-ups im ländlichen Raum zu initiieren und regelmäßig zum Erfolg zu führen“, erklärt Stefan Huber, Geschäftsführer der WFG Bruchsal.

Neben den zehn InnovationsPartnerschaften wollen die Initiatoren außerdem eine regionale Innovations-Gemeinschaft aufbauen. „Unserer Wahrnehmung nach finden Kontakte von etablierten Unternehmen zu Start-ups häufig nur punktuell und beschränkt auf singuläre Veranstaltungen statt – dies insbesondere abseits der urbanen Räume, wie hier im Kraichgau“, sagt Danyel Atalay. „Mit dem Konzept der InnovationsPartnerschaften wollen wir nun einen systematischen Prozess der Kooperationsanbahnung einführen.“ So ist eine Veranstaltungsreihe geplant, bei der – anders als üblich – nicht die Start-ups um Investoren buhlen, sondern Mittelstandsunternehmen der LEADER-Region Kraichgau sich mit Herausforderungen präsentieren, um von Start-ups Impulse und Feedback zu erhalten, anhand derer weitere Schritte geplant werden können. Das erste derartige Event wird am 27. Oktober 2021 im HubWerk01 in Bruchsal stattfinden. Insgesamt sind über einen Zeitraum von einem Jahr acht Termine in unterschiedlichen Gemeinden des Kraichgaus vorgesehen.