Bruchsal, 29.10.2021

  • Netzwerkveranstaltung „InnovationsPartnerschaften“ im HubWerk01 brachte Mittelständler und junge Technologiefirmen zusammen.
  • Landrat Dallinger und Oberbürgermeisterin Petzold-Schick gaben vor knapp 100 Teilnehmern den Startschuss für ein neues Unternehmensförderprogramm.
  • Betriebe aus dem Kraichgau bekommen individuelle Beratung und Kontakt zu passenden Startups.
  • Bewerbung ist bis 30.11.2021 unter innopartner-kraichgau.de möglich.

 

„Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei.“ Mit diesen Worten eröffnete Landrat Stefan Dallinger die Netzwerkveranstaltung „Mittelstand trifft Start-up“ am Mittwoch, 27. Oktober 2021. Er nahm damit den Erfolg des Abends im Digitalisierungszentrum HubWerk01 in Bruchsal vorweg: Tatsächlich kamen zwischen den rund 100 Teilnehmenden zahlreiche neuen Kontakte und angeregte Gespräche in konstruktiver Atmosphäre zustande. Den Rahmen dafür bildete nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung ein Get-together mit Start-up-Marktplatz.

Zu Beginn gaben Dallinger und die Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick den Startschuss für das Projekt InnovationsPartnerschaften. „Wir bringen Mittelständler der Region mit jungen Technologiefirmen zusammen, die exakt zu ihren Herausforderungen passen“, so Petzold-Schick. „Damit fördern wir maßgeschneidert Innovationen“.

Startschuss für die InnovationsPartnerschaften im Kraichgau; v.l.n.r.: Dr. Marc Willems, Leiter des HubWerk01; Vanessa Gantner, HubWerk01; Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises; Cornelia Petzold-Schick, Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal; Julia Sliwinski, Stabstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises; Dr. Thomas Lindner, Geschäftsführer der innoWerft; Sven Weigt, Bürgermeister der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard; Peter Gräser, innoWerft

 

Das Hauptprogramm nahm die verschiedenen Facetten der Kooperation in den Blick. Dr. Thomas Lindner, Geschäftsführer des Start-up-Zentrums innoWerft in Walldorf, zeigte in seinem Vortrag „Das Beste aus zwei Welten“, wie Unternehmen von der Kooperation mit Start-ups profitieren können. Ein Beispiel aus der Praxis lieferten im Anschluss Philipp Gross, geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens Peter Gross, und Sven Kruse, Geschäftsführer des Start-ups SenseING. Gemeinsam hatten sie ein Projekt zur Sensorenoptimierung erfolgreich umgesetzt, das hilft, Baumaschinen schneller wiederzufinden und so die Abläufe im Unternehmen flüssiger zu machen.

Danach bekamen die anwesenden Firmenvertreter das neue Unternehmensförderprogramm InnovationsPartnerschaften Kraichgau vorgestellt. Die Projektpartner – die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises, die Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal, das HubWerk01 und die innoWerft – bringen etablierte Unternehmen aus dem Kraichgau mit Start-ups zusammen, um gemeinsam Innovationen zu schaffen und erfolgreich an den Markt zu bringen.

Groß trifft auf klein, Erfahrung trifft auf Dynamik: Die Netzwerkveranstaltung InnovationsPartnerschaften brachte Betriebe und Start-ups zusammen.

Ein Teil des Projekts sind Netzwerkveranstaltungen, auf denen Unternehmen für die Zusammenarbeit mit Start-ups motiviert werden. Der andere Teil ist eine einzelbetriebliche Förderung, um die sich Mittelständler aus der Region bewerben können. Im Erfolgsfall werden sie engmaschig unterstützt: Zunächst analysieren Experten die individuellen Innovationspotenziale im Unternehmen, um anschließend in einem ausgeklügelten Matching-Prozess passende Start-ups für eine Kooperation zu finden. Die Unternehmen erhalten dabei eine finanzielle Förderung über das EU-Programm LEADER sowie von den regionalen Projektpartnern Rhein-Neckar-Kreis und Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal.

Alte Märkte aufmischen: Im HubWerk01 präsentierten Start-ups ihre technischen Innovationen.

Den Abschluss der Netzwerkveranstaltung bildeten Kurzpräsentationen, so genannte „One Minute Pitches“: 15 Start-ups nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Geschäftsidee vorzustellen. Darunter waren beispielsweise die Teams von Freshtaste, das neue Lösungen auf den Lebensmittelmarkt bringt, und von Leanbyte, das Assistenzsysteme zur Fehlervermeidung in Unternehmen anbietet.

Julia Sliwinski von der Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises zieht aus Sicht des Projektteams eine zufriedene Bilanz: „Wir hatten gute Gespräche und haben neue Interessenten gefunden, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. Auch das Feedback der Start-ups war sehr positiv: Viele von ihnen konnten nicht nur untereinander neue Kontakte knüpfen, sondern wurden direkt vor Ort von den anwesenden Unternehmen auf eine Kooperation angesprochen.“Anton Wachner, Gründer und Geschäftsführer des Start-ups Treye Tech, unterstreicht dies in seinem Fazit: „Das richtige Publikum für Technologie mit Weitblick versammelte sich an einem Ort. Hier trafen das Heute und Morgen treibender Kräfte in der regionalen Wirtschaft aufeinander.“

 

Die nächste Runde für die einzelbetriebliche Förderung läuft bereits: Bis bis 30. November 2021 können sich Unternehmen aus dem Kraichgau mit wenig formalem Aufwand bewerben – auch solche, die an der Netzwerkveranstaltung nicht teilgenommen haben. Vorab findet am 10. November 2021, 13:00 – 14:00 Uhr, eine kostenfreie Online-Info-Veranstaltung statt, in der das Programm noch einmal ausführlich vorgestellt wird. Anmeldung und Bewerbung erfolgen unter www.innopartner-kraichgau.de.